Beichte | Sakrament der Versöhnung

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Sakrament der Versöhnung – Schuld aussprechen, Vergebung empfangen, neu beginnen.

Was ist dieses Sakrament eigentlich – und warum brauchen wir die Vergebung der Sünden durch die Kirche? Die Beichte, auch Sakrament der Versöhnung genannt, ist ein Geschenk: In ihr dürfen wir aussprechen, was uns belastet, Gottes Vergebung empfangen und neu beginnen.

Warum die Beichte?

Bei einem Besuch im römischen Gefängnis Rebibbia im Dezember 2011 fragte ein Häftling Papst Benedikt XVI., warum die Lossprechung den Priestern anvertraut sei – ob Gott ihm nicht auch vergebe, wenn er allein und auf den Knien darum bitte. Der Papst antwortete sinngemäß: Wer sich mit aufrichtiger Liebe und echter Reue an Gott wendet, dem vergibt Gott gewiss. Zugleich ist die Sünde nie nur eine private Angelegenheit zwischen mir und Gott – sie hat immer auch eine soziale Dimension und verletzt die Gemeinschaft der Kirche und der Menschen. Gerade darum gibt es das Sakrament der Versöhnung, in dem die Versöhnung mit Gott und mit der Gemeinschaft zusammenfindet.

Ein Geschenk der Heilung

In der Beichte darf ich mich von begangener Schuld befreien. Wer bereit ist, sich infrage stellen zu lassen, Jesus entgegenzugehen und auszusprechen, was belastet, der verhärtet nicht innerlich, sondern darf Heilung und inneren Frieden erfahren. Die Beichte ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Hilfe – doch sie schenkt etwas, das darüber hinausreicht: die Vergebung Gottes und einen wirklichen Neuanfang.

Wer kann beichten?

Jeder Gläubige, der seine Sünden bereut und bereit ist, sich zu bessern, darf das Bußsakrament empfangen (vgl. can. 987 CIC). Es steht jedem frei, die Beichte bei einem Beichtvater seiner Wahl abzulegen (vgl. can. 991 CIC).

Wie läuft die Beichte ab?

Wenn Sie längere Zeit nicht gebeichtet haben, brauchen Sie keine Sorge zu haben – der Priester begleitet Sie gerne. Zur Beichte gehören:

  • die Gewissenserforschung: im Gebet überlegen, wo ich schuldig geworden bin,
  • die Reue und der Vorsatz, es besser zu machen,
  • das Bekenntnis der Sünden beim Priester,
  • die Lossprechung (Absolution) und ein kleines Bußwerk, etwa ein Gebet.

Der Priester ist an das unverletzliche Beichtgeheimnis gebunden (vgl. can. 983 CIC): Was in der Beichte gesagt wird, bleibt absolut vertraulich.

Wann kann ich beichten?

Die Beichtzeiten finden Sie in der Gottesdienstordnung und im Pfarrblatt. In dringenden Fällen oder für ein persönliches Gespräch wenden Sie sich bitte direkt an den Pfarrer oder an das Seelsorgeraumbüro – gerne wird auch ein eigener Termin vereinbart.


Kontakt

Für ein Beichtgespräch oder einen Termin wenden Sie sich bitte an den Pfarrer Ihrer Wohnpfarre oder an das Seelsorgeraumbüro.

Seelsorgeraumbüro

Frau Martina Gatt
6156 Gries am Brenner 59

Tel:+43 5274 86241
Mobil:+43 676 8730 7752
E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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